Verein

Chronik

Schützenverein Bodelshausen e.V.

Im Jahre 1928 wurde der Schützenverein Bodelshausen gegründet. Er schloß sich dem Kyffhäuserbund an. Der Verein hatte zu dieser Zeit keine eigene Schießanlage. Deshalb wurde zunächst in Mössingen geschossen.
Am 04.12.1929 erhielt der Verein die Genehmigung für den Bau eines Schützenhauses, drei Ständen mit 50m und einem Stand mit 100 m. Kinder der erwachsenen Schützen mußten damals in einer „Anzeigerdeckung“ sitzen und die Treffer melden.
Das Datum, wann der Verein auch dem Deutschen Schützenbund beitrat, ist nicht bekannt.
Den Nationalsozialisten war der Kyffhäuserbund ein Dorn im Auge. Nach der Machtergreifung im Jahre 1933 wurde immer mehr Druck auf ihn ausgeübt.
1937 war das letzte Preisschießen des Vereins. Allerdings wurde es unter dem Nahmen der NSDAP veranstaltet. In dieser Zeit wurde auch die Vereinsfahne, die das Emblem des Kyffhäuserbundes beinhaltete, aus Angst vor Repressionen versteckt. Sie konnte bis heute nicht mehr gefunden werden.
Danach wurde die Anlage fast ausschließlich von Mitgliedern der NSDAP genutzt. Sie benützten überwiegend Wehrsportkarabiner, eine Variante des K98 im Kaliber .22lfb. Ab 1938 wurden die Männer, die im wehrfähigen Alter waren eingezogen und der Schießbetrieb kam langsam zum erliegen. Am 03. März 1943 wurde der Kyffhäuserbund verboten.

Im Jahre 1959 trafen sich Männer, die überwiegend schon früher dem Schützenverein angehörten, im Saal der Gaststätte Hirsch in Bodelshausen und gingen dort mit dem Luftgewehr ihren Hobby nach.
1960 beschlossen sie die Wiedergründung des Schützenverein Bodelshausen, allerdings ohne Satzung und ohne Mitgliedschaft in einem Verband.
Erst in der Hauptversammlung am 28. April 1962 wurde eine neu errichtete Satzung beschlossen, die auch im Vereinsregister eingetragen wurde. Damit konnte der Verein dem Schwäbischen Schützenbund beitreten.

Die Vereinsleitung war folgendermaßen zusammengesetzt:
OSM: Volkhard Falk, 1.SM: Wilhelm Schlotterer, Kassier: Otto Schwarz, Schriftführer: Helmut Schneider, Sportleiter: Albert Eberhardt, 1. Beisitzer: Daniel Rieker, 2. Beisitzer: Adolf Wagner. Ehrenoberschützenmeister war Gustav Haag. (Er war vor dem Krieg Oberschützenmeister.)

Bald kam der Wunsch auf, außer mit dem Luftgewehr auch mit dem KK-Gewehr zu schießen. Deshalb stellte der Verein am 20.Juni 1962 ein Gesuch an die Gemeinde Bodelshausen auf Überlassung von Gelände für den Bau eines neuen Schützenhauses mit 5 Schießbahnen. Dem wurde stattgegeben. Das Baugesuch für die neue Schießanlage wurde am 24. Juli 1963 genehmigt. Weil das Einweihungsschießen vom 28. bis 30. April 1964 drei Monate vor der schießstandrechtlichen Genehmigung vom 23. Juli 1964 durchgeführt wurde, gab es einige behördliche Schwierigkeiten. Die neue Anlage bestand aus 5 KK-Ständen 50 m und 8 Ständen 10 m für Luftdruckwaffen.

In der Hauptversammlung vom 05. Januar 1969 wurde der Wechsel vom Schwäbischen zum Deutschen Schützenbund beschlossen.

Die Weiterentwicklung blieb nicht stehen. Immer mehr Schützen fanden gefallen am Pistolenschießen. Sie mußten, weil wir keinen Stand dafür hatten, nach Hechingen fahren. 1970 wurde zum ersten Mal über den Bau eines eigenen Pistolenstandes nachgedacht, aber erst 1975 wurde mit dem Bau von 10 Ständen für Faustfeuerwaffen begonnen. Wieder war der Verein schneller als erlaubt. Im Juni 1976 beschwerte sich das Baurechtsamt, weil der Stand ohne Baugenehmigung schon fertig war. Die Baugenehmigung wurde im August 1976 erteilt. Weil die abschließende Schallmessung zu hoch war, wurde nur das Schießen mit kleinkalibrigen Kurzwaffen erlaubt.

Das bisher größte Ereignis unserer Vereinsgeschichte war der Länderkampf Pistole zwischen Württemberg und Luxemburg am 20. und 21. Mai 1978 auf unserer Anlage. Folgende Disziplinen wurden geschossen:
Freie Pistole, Olympische Schnellfeuerpistole, Sportpistole und Luftpistole.
Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine Freundschaft mit Luxemburger Vereinen, die heute noch aktuell ist. Es finden immer noch regelmäßig Begegnungen zwischen Luxemburg und Bodelshausen statt.

Der Wunsch, mit großkalibrigen Kurzwaffen zu schießen, wurde immer größer. Nach umfangreichen Schalldämmungsmaßnahmen ließen wir den Stand nochmals messen. Weil das Ergebnis unter dem zulässigen Pegel war, wurde 1981 die Zulassung für alle Faustfeuerwaffen erteilt. Sie wurde 1997 auf Waffen mit einer Mündungsenergie bis 3000 Joule erhöht.

Die Mitgliederzahl hatte seit 1975 erheblich zugenommen. Dadurch wurde es im Schützenhaus immer enger. In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 08. November 1981 wurde der Beschluß zum Bau eines neuen Schützenhauses mit angebauter Schießhalle für Luftdruckwaffen, als zweiter Bauabschnitt, gefaßt. Im Frühjahr 1982 wurde mit dem Bau des Schützenhauses begonnen und genau ein Jahr später war die Schlußabnahme.

Etwas längere Zeit ließen wir uns zum Bau der Schießhalle. Wir begannen im Frühjahr 1985 und erhielten am 11. November 1988 die schießstandrechtliche Genehmigung für die 14 Stände.

Auch die sportlichen Erfolge des Vereins könne sich sehen lassen. Viele gute Plazierungen konnten unsere Schützinnen und Schützen auf allen Ebenen erreichen.

Folgende Disziplinen können heute auf unseren Anlagen geschossen werden:
Sämtliche Kurzwaffendisziplinen
Sämtliche KK-Gewehrdisziplinen
Vorderladerwaffen auf 25 m und 50 m
Luftdruckwaffen

Bogendisziplinen

Doch nicht nur der Schießsport wird gepflegt. Die Geselligkeit und die Kameradschaft ist uns ebenso wichtig. Der Verein ist fest in das Gemeindeleben eingebunden. Festlichkeiten und Veranstaltungen auch anderer örtlichen Vereine oder der Gemeinde werden durch unseren 1984 gegründeten Ehrenzug umrahmt.
Feste und Umzüge werden mit Böllern angeschossen. Wir machen Wanderungen, Ausflüge und führen vor allem mit der Jugend die verschiedensten Veranstaltungen durch.
Eine Gruppe unserer Schützen hat das Schießen mit Modellkanonen entdeckt und pflegt diese Hobby intensiv. Die Erfolge, die sie bei Wettkämpfen erzielten, können sich sehen lassen.

Im Jahr 2000 setzt sich die Vereinsführung wie folgt zusammen:
Eberhard Kurz (OSM), Eberhard Rein (1.SM), Dietmar Riehle (Kassier), Konrad Öhrler (Schriftführer), Klaus Riehle (Sportleiter), Hansi Bierkant (Spartenleiter Gewehr), Thomas Bierkant (Spartenleiter Kurzwaffen), Rolf Öhrler (Spartenleiter GK-Gewehr), Uwe Ruoff und Jürgen Prewo (Jugendleiter), Renate Kurz (Damenreferentin und Pressewart), Gerhard Egerter (Hauswart)

 

Seit dem Jahr 2010 setzt sich die Vereinsführung wie folgt zusammen: Michael Gehring (OSM), Hans-Joachim Bierkant (1.SM), Christian Kunzelmann (Kassier), Hans-Georg Weiskopf (Schriftführer), Hans-Georg Weiskopf (Sportleiter), Hansi Bierkant (Spartenleiter Gewehr), Thomas Bierkant (Spartenleiter Kurzwaffen), Uwe Ruoff (Spartenleiter GK-Gewehr), Uwe Ruoff und Alexander Binder (Jugendleiter), Rentnerband (Hauswarte)

 

Seit dem Jahr 2014 setzt sich die Vereinsführung wie folgt zusammen: Michael Gehring (OSM), Hans-Joachim Bierkant (1.SM), Manfred Kurz (Kassier), Hans-Georg Weiskopf (Schriftführer), Alexander Binder (Sportleiter), Hans-Joachim Bierkant (Spartenleiter Gewehr), Thomas Bierkant (Spartenleiter Kurzwaffen), Uwe Ruoff (Spartenleiter GK-Gewehr), Uwe Ruoff, Alexander Binder, Eckhard Speidel (Jugendleiter), Rentnerband (Hauswarte)

 

Seit dem Jahr 2018 setzt sich die Vereinsführung wie folgt zusammen: Michael Gehring (OSM), Hans-Joachim Bierkant (1.SM), Christoph Kost (Kassier), Hans-Georg Weiskopf (Schriftführer), Alexander Binder (Sportleiter), Hans-Joachim Bierkant (Spartenleiter Gewehr), Thomas Bierkant (Spartenleiter Kurzwaffen), Uwe Ruoff (Spartenleiter GK-Gewehr), Uwe Ruoff, Alexander Binder, Eckhard Speidel (Jugendleiter), Rentnerband (Hauswarte)